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DGV-Invest Prinzip

Investieren für regelmäßiges Einkommen

Für Einkommensinvestoren ist besonders der regelmäßige und möglichst hohe Zahlungsstrom im Fokus. Doch nur nach der aktuell hohen Dividendenrendite des Unternehmen auszuwählen, kann sich langfristig in Verlusten der Gesamtrendite auswirken. Grund dafür ist, dass sich eine hohe Dividendenrendite meist (aber nicht immer) durch vorangegangene Kursverluste ergibt. Deshalb sollte bei der Auswahl der Unternehmen tiefgründiger und ganzheitlicher hingeschaut werden.


Mit dem DGV-Invest Prinzip analysiert man Aktien nach den drei Säulen: Dividende, Wachstum, Werthaltigkeit. Nur wenn im Gesamtkontext alle drei Faktoren zusammenspielen, ist das Unternehmen für eine langfristige Investition interessant.

Die drei Säulen des DGV-Prinzips

D für DIVIDEND (Dividende)

Als Einkommensinvestor ist die Dividende von zentraler Bedeutung. Sie steht für den stetigen Zahlungsstrom, welcher idealerweise monatlich auf das Konto gezahlt wird. Eine hohe Start-Dividende ist eine gute Ausgangsbasis für zukünftige Zahlungen, jedoch sollte dies im Einklang mit den folgenden Kriterien stehen

G für GROWTH (Wachstum)

Das Geschäftsmodell des Unternehmens sollte zum aktuellen Zeitpunkt noch Potential für Wachstum bieten. Dies ermöglicht nachhaltig mehr Umsatz bzw. Gewinn der Firma, was langfristig positiv für die Dividendenausschüttung sein sollte. Ein Wachstum des Unternehmens kann direkt Hand in Hand gehen mit dem Wachstum der Dividende, welches einer „Gehaltserhöhung“ für Einkommensinvestoren gleichkommt.

V für VALUE (Werthaltigkeit)

Die Werthaltigkeit bzw. Substanz des Unternehmens ist der dritte Baustein zur Aktienauswahl. Hier kommen besonders Firmen in die Auswahl, welche bereits ein substanzielles Fundament aufgebaut haben und nicht als „Newcomer“ gerade erst börslich in Erscheinung getreten sind. Bevorzugt werden Aktien mit einen „Burggraben“ als Geschäftsmodell und mit bereits bestehender Profitabilität bzw. historisch gewachsenem Nettogewinn. Junge Unternehmen, welche noch im Wachstum sind und aktuell keine Gewinne schreiben sind dennoch nicht ausgeschlossen, unterliegen aber einer besonderen Prüfung.

Ausschüttung vs. Reinvestition –
Die richtige Balance

Das DGV-Prinzip steht für eine gesunde und nachhaltige Balance aus Gewinnentnahmen durch Dividenden und gleichzeitig angemessen den verbleibenden Gewinn zu reinvestieren. Denn beide Komponenten zusammen, bewirken einen regelmäßigen und steigenden Zahlungsstrom durch Dividenden bei gleichzeitig wachsender Unternehmenssubstanz.

Die „GOLDENE GANS“ 

Symbolisch geht es beim Investieren nach dem DGV-Prinzip darum, eine „GOLDENE GANS zu züchten“ welche uns langfristig „goldene Eier legt“. Dabei nimmt nicht nur die Gans an Größe zu, sondern auch die Anzahl der gelegten Eier. Beide Eigenschaften bewirken zudem eine relative Stabilität im Depot, welche uns als Einkommesinvestoren ruhig schlafen lässt.

Unternehmensanalyse – Quantitative und qualitative Auswahlkriterien nach dem DGV-Prinzip


Die Unternehmensanalyse ist ein essentieller Bestandteil des Investierens in Aktien. Je mehr Inormationen man über das Unternehmen erhält, desto höher ist die Erfolgswahrschenlichkeit bei der Auswahl des Investments. Grundsätzlich kann man die Analyse einer Firma in drei wesentliche Bereiche einteilen:

Wie profitabel ist das Unternehmen?
Wie finanziell gesund ist das Unternehmen?
Welches Wachstumspotenzial hat das Unternehmen?

Profitabilität

Finanzielle Gesundheit

potentielles Wachstum

Wichtige Faktoren zur Unternehmensbewertung

Für die Bewertung und Analyse von Unternehmen, stehen uns eine Vielzahl von Kennzahlen und Informationen zur Verfügung. Wichtig ist daher, diese Informationen richtig zu priorisieren und auch zu interpretieren.
Im Folgenden sind alle Kennzahlen für die Bewertung nach dem DGV-Prinzip zusammengefasst:

Profitabilitätsfaktoren

– Umsatzentwickung
– Gewinnentwicklung
– Cashflowentwicklung
– Brutto- und Nettomarge
– Kursgewinnverhältniss (KGV) vs. KGV-Wachstumsrelation (PEG)
– Eigenkapitalrendite (ROE)
– Free Cash-Flow 
– Discounted-Cash-Flow-Berechnung (DCF)

Faktoren der finanziellen Gesundheit

– Eigenkapital/Fremdkapital
– Nettoverschuldung
– Zinkostendeckung
– Schuldendeckung
– Schuldenabbau
– Quick-Ratio (Schulden-Stress-Test)
– Goodwill-Anteil

Dividendeninformationen

– Dividendenrendite
– Dividendenwachstum
– Payout-Ratio
– Dividendenhistorie
– Dividenden-Kostenrendite (YoC)

zusätzliche Faktoren

– Forschungs- und Entwicklungskosten
– Institutionelles Interesse
– Aktienrückkäufe
– Bonitäts-Rating
– 1-$ Test – Wieviel erzielt 1 $ verbleibend im Unternehemen
– Langfristchart

Welche Unternehmen haben als Beispiel diese Kriterien größtenteils erfüllt und solide Erträge geliefert?

1. Beispiel: Johnson & Johnson

Johnson & Johnson hat in den letzten 20 Jahren (seit 2002) eine Wertentwicklung, bezogen auf den Aktienkurs,
von ca. 200 % gebracht. Mit Einbezug der Dividende, welche über diesen Zeitraum reinvestiert wurde, erhält man sogar eine Wertentwicklung von über 420 %. Aus 10.000$ wurden in 20 Jahren 52.727 $.

2. Beispiel: PEPSICO

Der Aktienkurs von PEPSICO hat sich in den letzten 20 Jahren um knapp 250 % gesteigert. Rechnet man die erhaltene und reinvestierte Dividende dazu, so ergibt sich aus einem Investment von 10.000$ nach 20 Jahren ein Betrag von
fast 60.000 $. Dies ergibt eine Gesamtrendite von fast 500%.

3. Beispiel: REALTY INCOME (O)

Die Aktie von REALTY INCOME entwickelte sich in den letzten 20 Jahren um ca. 350 %. Rechnet man die erhaltene und reinvestierte Dividende in diesem Zeitraum dazu, so liegt der Wertzuwachs bei über 1300 %.  Mit einem Investment von 10.000 $ im Jahr 2002, erhält man aktuell im Jahr 2022 einen Gesamtbetrag von 141.754 $.