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Dividenden-ETF

Was ist ein Dividenden-ETF?

Dividenden-ETF: Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds, welcher meist einen Index nachbildet. Daher spricht man oft auch von Indexfonds. Dieser Index enthält eine selektive Auswahl von Aktien, welcher bei einem ETF einfach nachgekauft wird. Somit ist ein ETF in der Regel ein passiv gemanagter Fond, da kein Fondsmanager aktiv einzelne Aktien selektieren muss.

Die Aktien in einem ETF schütten regelmäßig Dividende aus, welche entweder vom ETF direkt wieder reinvestiert  oder an den ETF-Anleger ausgeschüttet werden.

Letzteres macht einen Dividenden-ETF aus. Hier werden von den Unternehmen in einem ETF, welche Dividende zahlen, diese direkt weiter gegeben an den Anleger. Dieser erhält dann einmal oder auch mehrmals im Jahr einen Geldbetrag aufs Konto überwiesen.

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Auswahlkriterien für einen Dividenden-ETF

Für die Auswahl des richtigen Dividenden-ETF gibt es einige Kriterien, die vor der Investition geprüft werden sollten.

 

 1. Auswahl des richtigen Index für Dividenden-Aktien

Weltweit gibt es mehrere Indizes, welche Aktien oder andere Anlageklassen mit Fokus auf Dividendenzahlung haben. Die 5 bekanntesten sind:

STOXX Global Select Dividend 100

FTSE All-World High Dividend

S&P Global Dividend Aristocrats

MSCI World High Dividend Yield

SG Global Quality Income

 

Hier sollte man prüfen, welche Unternehmen bzw. Sektoren und Regionen im Index enthalten sind. Entscheidend sollte nicht nur die aktuelle Dividendenhöhe sondern auch das Dividendenwachstum und die Dividendensicherheit sein.

 

  2. ETF-Volumen und  Kostenrate (TER)

Damit ein ETF wirtschaftlich arbeiten kann, muss er ein gewisses Investitionsvolumen seiner Anleger haben. Ist das Volumen zu klein, so besteht die Gefahr das ein ETF geschlossen wird oder mit einem anderen ETF-Anbieter fusioniert. Ein solides Volumen beginnt ab 100 Mio €.

Ebenso sollte die Kostenrate des ETF nicht überteuert sein. Kosten von  0,5 % sind marktüblich und fair. Bei ETF-Kosten von über 1 %  sollte man genau prüfen, welchen Mehrwert dieser ETF im Vergleich zu anderen günstigeren ETFs bringt

 

  3. Handelbarkeit beim Broker

Nicht alle ETFs sind bei allen Brokern investierbar. Besonders spezielle Dividenden-ETFs aus fokussierten Sektoren und Regionen gibt es nicht bei jedem Broker. Auch hier kann man über die Wertpapierkennnummer (WKN) vorab bei seinem Broker prüfen, ob der ETF investierbar ist.

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Dividenden-ETF Klassen

Dividenden-ETFs sind eine Unterform von klassischen ETFs. Aber auch hier gibt es nochmals eigene Klassen zur Spezifizierung von Dividenden-ETFs. Jede Klasse ist fokussiert auf ausschüttungsstarke Aktien oder ähnlichen Wertpapieren und  unterscheidet sich meist auf Sektoren, Regionen oder Wertpapierart.

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Diese ETFs investieren in Unternehmen mit langer und stabiler Dividendenhistorie. Teilweise zahlen die Unternehmen seit über 50 Jahren konstant ihre Dividende und erhöhen diese sogar Jahr für Jahr. 

Beispiel:     SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF     WKN: A1T8GD

Diese ETFs investieren bevorzugt in Firmen, welche ein starkes Dividendenwachstum haben. In der Regel können diese Unternehmen jedes Jahr ihre Dividenden im zweistelligen Prozentbereich erhöhen.

Beispiel: WisdomTree Global Quality Dividend Growth UCITS ETF  WKN: A2AG1D

Wie aus dem Namen schon abzuleiten ist, investieren diese ETFs bevorzugt in Unternehmen aus dem Immobiliensektor. Viele dieser Unternehmen sind meist als REITs (Real Estate Investment Trust) deklariert und versprechen aus ihrer internen Struktur bedingt hohe Ausschüttungsrenditen.

Beispiel: iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF  WKN: A0LEW8

Diese ETFs investieren in hochverzinste Anleihen (Schuldscheine) von einzelnen Ländern oder auch von Unternehmen. Im Gegensatz zur Dividende ist der Zins einer Anleihe festgeschrieben und garantiert. Dafür partizipiert man nicht an der Wertentwicklung des Unternehmen, sondern erhält „nur“ eine Risikoprämie als Zinszahlung für die Kapitalbereitstellung.

Zu beachten ist dabei, dass die Firmen oder auch die Länder, welche die Anleihen ausgeben, meist keine perfekte Bonität haben und so auch die hohe Risikoprämie zu Stande kommt. 

Beispiel: iShares J.P. Morgan USD Emerging Markets Bond UCITS ETF  WKN: A0NECU

Preferred Shares sind die anglo-amerikanische Version von Vorzugsaktien. Diese Preferred Share haben eine Sonderstellung und sind eine Mischung aus Aktie und Anleihe mit festen Zins. Einige ETFs investieren in diese Anlageklasse und können so eine relativ konstante Ausschüttung bei gleichzeitiger Kursstabilität gewährleisten.

Beispiel: Invesco Preferred Shares UCITS UCITS ETF  WKN: A2JEE2

Diese ETFs investieren in Unternehmen, welche selbst in junge, stark wachsende Firmen investieren. Dabei fungieren sie als Entwickler, da sie nicht nur Kapital geben sondern auch aktiv das Management mit gestalten.

Beispiel: VANECK VECTORS BDC INCOME ETF  WKN: A2AHK2

Diese ETFs investieren in ein diversifiziertes Aktienportfolio und verkaufen zusätzlich Call-Optionen auf diese Aktien. Durch den Verkauf der Optionen, erhält die ETF-Gesellschaft Prämien und generiert zusätzliche Einnahmen für den Anleger.

Beispiel: GLOBAL X S&P 500 COVERED CALL ETF  WKN A2P1KQ

Ausschüttungsintervalle bei Dividenden-ETF

Dividenden-ETFs haben, ähnlich wie Einzelaktien, je nach ETF-Typ eine bis mehrere Ausschüttungen pro Jahr:

  • jährlich
  • halbjährlich
  • quartalsweise
  • monatlich
So wird z.B. bei dem High-Yield Anleihen ETF iShares J.P. Morgan USD Emerging Markets Bond 
monatlich ausgeschüttet, während  der iShares STOXX Global Select Dividend 100 nur einmal im Jahr Dividende zahlt. 
ETFs welche mehrmals im Jahr ausschütten, haben durch die mögliche sofortige Reinvestition einen Vorteil, da der Zinseszins-Effekt hier schneller greift. 
Dennoch gilt primär auf die Ausschüttungshistorie, den Wertzuwachs und die Zusammensetzung des ETFs zu schauen und eine Auswahl zu treffen.
 

Vor- und Nachteile eines Dividenden-ETF

Wer als Anleger eine regelmäßige Ausschüttung plant, aber keine einzelne Aktienauswahl treffen möchte, der ist mit einem Dividenden-ETF gut aufgestellt.

Dennoch muss man möglicherweise Abstriche bei Wertentwicklung und Dividendenstabilität hinnehmen. Grund hierfür ist die passive Auswahl von Dividenden-Aktien, bei der meist automatisiert Aktien mit hoher Dividendenrendite ausgewählt werden. Wer eine Dividendenstrategie verfolgt, sollte aber tiefer in die Dividendenkennzahlen eintauchen, um auch die Gründe für die aktuell hohe Dividendenrendite zu erfahren. Meist geht eine hohe Dividendenrendite einher mit aktuellen Kursverfall auf Grund einer fundamental wirtschaftlichen Problematik des Unternehmens. Werden solche Unternehmen in einen Index bzw. ETF aufgenommen, so ist die Gefahr das die Gesamtrendite des ETFs nachhaltig negativ wird.

Daher sollte man bei der Auswahl des ETFs darauf achten, ob dieser möglicherweise gewisse Qualitätskriterien in Bezug auf die Dividende mit einbezieht. So hat z.B. der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF nur Aktien im Portfolio, deren Dividendenzahlungen konsistent und nachhaltig sind.

Grundsätzlich stellt sich bei Sammelanlagen in Dividenden-Aktien dennoch die Frage, lieber in aktiv gemanagte Fonds zu investieren. Denn hier wird die Auswahl in dividenden-starke Titel noch tiefgründiger analysiert und recherchiert als bei einem passiv gemanagten ETF.

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